Anarchie

Der Mensch redet viel. Viel mehr als er weiß, aber das stört nicht, da es ja unbekannt ist. Hier möchte ich etwas über die Anarchie schreiben. Da die Menschen und insbesondere auch die uns für blöde haltenden Medien diesen Begriff seit Jahrhunderten falsch verwenden. Es ist ja auch so schön einfach, alles was nicht gefällt erst einmal schlecht zu machen.

Im landläufigen Sinne wird Anarchie immer mit Chaos und Gewalt verwechselt. Zustände in denen marodierende Banden jenseits jeglicher Regeln morden rauben und brandschatzen. Gerade aktuell findet es angeblich in der arabischen Welt statt, wo sich die Menschen endlich ihrer Diktatoren und Tyrannen entledigen, die Menschen, die die westliche Welt über Jahrzehnte wenn nicht toleriert, sogar unterstützt hat.
Dieser Zustand der in den Medien verbreitet wird wäre aber die Anomie. Aber wie kann ich es wagen von studierten Journalisten zu verlangen das sie uns nicht belügen und betrügen. Nicht umsonst gibt es den Begriff Journaille. Ein anderes Beispiel ist gerne Somalia, wo seit Jahrzehnten irgendwelche Verbrecher unter dem Deckmantel der Religiosität den Menschen mit Waffengewalt ihren Willen aufzwingen.

Aber was ist nun Anarchie ? Ich erkläre es gerne, trotz der Veränderung der Deutung über die Jahrhunderte, mit der Ansicht von Xenophon (vor ~2500 Jahren). Der mit dem Begriff die Zeit der Herrschaftslosigkeit benannte, welche zwischen zwei “Archons“ (Herrschern der ersten Pseudodemokratie im alten Griechenland) lag. Es ist also nicht mehr und nicht weniger als Herrschaftslosigkeit. Dies bedeutet nicht, das es keine Regeln oder Moral gäbe. Nur sie wird uns nicht durch Diktatoren, Despoten, Mächtige oder inkompetenten Parlamentariern diktiert, sondern von der Gemeinschaft bestimmt. Das wäre der feine Unterschied.

Aber die Anarchie ist in deren Augen schlimm, und ich verstehe auch wieso. Wie sollten sie uns weiter unterdrücken und berauben wenn sie keine Macht mehr haben und sich an die allgemeine Moral halten müssten ? Ihre Milliarden und über Jahrhunderte angesammelten Reichtümer des Raubes würden sie vermutlich teilen müssen, wie es die Moral verlangt. Es könnte sogar vorkommen das sie zur Arbeit gezwungen sind wie wir alle, da ihr Reichtum ihnen ihr luxuriöses Leben nicht weiterhin ermöglicht. Wenn man Menschen dieses so erklärt, verstehen sie es meistens und kommen dann mit dem angeblichen Argument, das dies aber nicht Möglich ist. Doch hier irren sie gewaltig in ihrem gehirngewaschenen Denken. Und mein Lieblingsbeispiel sind die San, einem egalitären Nomadenstamm in Afrika, welcher seit 10.000 oder eventuell sogar schon 25.000 Jahren existiert, und der keine Herrscher kennt. Wo alle Entscheidungen die Gemeinschaft betreffend im Konsens der Stammesmitglieder gefällt werden. Die keine typische Rechtsprechung haben (in welcher ja wieder einige über andere Urteilen und somit Herrschaft ausüben) sondern bei moralischen Verfehlungen gemeinsam eine Lösung finden. Welche allerdings im schlimmsten Fall mit der Verbannung aus dem Stamm geahndet werden, was, wenn nicht dem realem so zumindest einem gesellschaftlichen Todesurteil gleichkommt. Wir sehen also, es wäre möglich und es würde uns allen eine Lebensqualität bescheren die wir in dieser egoistisch kapitalistischen Ordnung wo gefälligst nach oben gebückt und nach unten getreten wird nie erreichen können.

Aber vermutlich haben wir es nicht anders verdient. Immerhin müssen wir uns darum kümmern, das ein gewisser Karl zu dumm war eine eigene Doktorarbeit zu verfassen, oder wer wie viele Käfer frisst und nicht singen kann. Diese Liste der Belanglosigkeiten lässt sich endlos fortsetzen, da ist es egal, das die Entscheidungsträger der Konzerne sich nur aus den Söhnen weniger Familien rekrutieren, immerhin werden ihre Töchter demnächst ja auch mitmachen, das eine kommunistisch indoktrinierte Trulla meint keine Politik zu machen und dafür zigtausende kassiert oder ein Fremdvögler dieses Land als oberstes Staatshaupt repräsentiert und uns so nebenbei die Verstrahlung durch Atommüll garantiert.
Aber eins möchte ich noch klarstellen, wir sind nie viele, aber wir werden niemals aussterben. Immer wird es Menschen geben, die erkennen das die angeblich benötigte Macht einiger Herrschenden das wahre Übel dieser Welt neben den Juristen ist.

wollt ich mal so gesacht haben liebe gemeinde !!! euer ahnunglosER